Wenn ich mich daran erinnere, wünsche ich mir diese Zeit noch möglichst auszukosten. Ich habe das Gefühl, da wäre etwas zu entdecken, was mir in der Helligkeit verborgen ist. Früher fand ich es immer eher lästig, wenn der Tag sozusagen schon so früh zuende war. Heute, wo ich weiß, dass es gleich wieder anders sein wird, möchte ich soviel wie möglich von den momentanen Zuständen unserer Athmosphäre mitbekommen.
Die letzten zwei Tage war hier strahlend blauer Himmel. Vorgestern habe ich den Großen Garten besucht und habe mich kurz auf eine Bank in die Sonne gelegt. Andere Menschen saßen ebenfalls hingebungsvoll unter diesem Himmel auf den weißen Bänken und ließen die Sonnenstrahlen auf sich wirken. Seitdem vermisse ich das Handy, welches ich dabei hatte - am hellerlichten Tag offensichtlich verloren.
Ich habe gerade nur kurz auf zwei Internetseiten rumgelesen, die ich gleich noch empfehle. Da fiel mir ein, was ich nochmal bewußt tun kann in dieser Zeit - aufs Land fahren und den Sternenhimmel angucken, mal richtig intensiv (-: . Ich habe festgestellt, dass es 25 km von hier einen viel großartigeren Sternenhimmel zu sehen gibt, als hier in der Weihnachtshauptstadt, in der es vor allem jetzt geradezu unmöglich ist, noch irgendeinen Stern am Himmel zu entdecken. Dafür gibt es um mich herum jede Menge aus Plastik und so.
Was mich aber an der Dunkelheit noch interessiert, ist irgendeine Ahnung von einem Wissen, was mir noch verborgen ist, ich bekomme da so eine Sehnsucht nach Tiefe, die ich noch nicht richtig benennen kann. Mal sehn was mir da noch so begegnen wird.
Hier erstmal die Internetseiten: auf die ich durch einen Artikel aus der Schrot und Korn, (Naturkostmagazin) mit dem Titel "Licht aus" gestoßen bin. Das scheint aber eine ganze Wissenschaft zu sein.
http://lichtverschmutzung.de/
http://www.verlustdernacht.de/
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